Kreuzbein und Steißbein

Die Besonderheiten von Kreuzbein und SteißbeinDie grundlegenden anatomischen Besonderheiten von Kreuzbein und Steißbein
~ 3 min

Schauen wir uns die Struktur der fünf Sakralwirbel (vertebrae sacrales) an. Sie sind zu einem einzigen Knochen verschmolzen – dem Kreuzbein (os sacrum).

Sakralwirbel (vertebrae sacrales)
Sakralwirbel (vertebrae sacrales)
Kreuzbein (os sacrum)
Kreuzbein (os sacrum)

Im Kreuzbein unterscheidet man folgende Teile:

  • die Basis des Kreuzbeins (basis ossis sacri)

  • den seitlichen Abschnitt (pars lateralis)

  • die Spitze des Kreuzbeins (apex ossis sacri)

Basis des Kreuzbeins (basis ossis sacri)
Basis des Kreuzbeins (basis ossis sacri)
Seitlicher Abschnitt (pars lateralis)
Seitlicher Abschnitt (pars lateralis)
Spitze des Kreuzbeins (apex ossis sacri)
Spitze des Kreuzbeins (apex ossis sacri)

Außerdem gibt es zwei Oberflächen – die Beckenfläche (facies pelvica) und die Rückenfläche (facies dorsalis).

Beckenfläche (facies pelvica)
Beckenfläche (facies pelvica)
Rückenfläche (facies dorsalis)
Rückenfläche (facies dorsalis)

Auf der Beckenfläche, an der Verbindung des Kreuzbeins mit dem fünften Lendenwirbel, tritt der sogenannte Kreuzbeinvorsprung (promontorium) hervor.

Kreuzbeinvorsprung (promontorium)
Kreuzbeinvorsprung (promontorium)

Darunter kann man die querverlaufenden Linien (lineae transversae) sehen – das sind Spuren der Verschmelzung der Sakralwirbel.

Querverlaufende Linien (lineae transversae)
Querverlaufende Linien (lineae transversae)

Und auf der dorsalen Oberfläche befindet sich auf jeder Seite der obere Gelenkfortsatz (processus articularis superior) mit einer entsprechenden oberen Gelenkfläche (facies articularis superior) für die Gelenkverbindung mit dem fünften Lendenwirbel.

Oberer Gelenkfortsatz (processus articularis superior)
Oberer Gelenkfortsatz (processus articularis superior)

Auf beiden Seiten des Kreuzbeins befinden sich die vorderen Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia anteriora), durch die die vorderen Äste der Kreuzbeinnerven und Blutgefäße verlaufen, und die hinteren Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia posteriora), durch die die hinteren Äste der Kreuzbeinnerven und Blutgefäße verlaufen.

Vordere Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia anteriora)
Vordere Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia anteriora)
Hintere Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia posteriora)
Hintere Löcher des Kreuzbeins (foramina sacralia posteriora)

Außerdem bilden die Wirbellöcher (foramen vertebrale) der Sakralwirbel den Sakralkanal (canalis sacralis).

Sakralkanal (canalis sacralis)
Sakralkanal (canalis sacralis)

An der Spitze wird der Eingang zu diesem Kanal als Kreuzbeinöffnung (hiatus sacralis) bezeichnet.

Kreuzbeinöffnung (hiatus sacralis)
Kreuzbeinöffnung (hiatus sacralis)

Diese Öffnung wird auf beiden Seiten durch das Horn des Kreuzbeins (cornu sacrale) begrenzt.

Horn des Kreuzbeins (cornu sacrale)
Horn des Kreuzbeins (cornu sacrale)

Auf der dorsalen Oberfläche des Kreuzbeins befinden sich Kreuzbeinkämme, die durch die Verschmelzung der Wirbelfortsätze entstanden sind:

  • der mediane Kreuzbeinkamm (crista sacralis mediana) ist eine Spur der Verschmelzung der Dornfortsätze

    Medianer Kreuzbeinkamm (crista sacralis mediana)
    Medianer Kreuzbeinkamm (crista sacralis mediana)
  • der mittlere Kreuzbeinkamm (crista sacralis medialis) ist eine Spur der Verschmelzung der Gelenkfortsätze

    Mittlerer Kreuzbeinkamm (crista sacralis medialis)
    Mittlerer Kreuzbeinkamm (crista sacralis medialis)
  • der seitliche Kreuzbeinkamm (crista sacralis lateralis) ist eine Spur der Verschmelzung der Querfortsätze

Seitlicher Kreuzbeinkamm (crista sacralis lateralis)
Seitlicher Kreuzbeinkamm (crista sacralis lateralis)

An den seitlichen Teilen des Kreuzbeins befinden sich Ohrmuschelflächen (facies auricularis), die mit den Hüftbeinen artikulieren.

Ohrmuschelfläche (facies auricularis)
Ohrmuschelfläche (facies auricularis)

Die vordere Fläche des seitlichen Abschnitts wird als Flügel des Kreuzbeins (ala ossis sacri) bezeichnet, und auf der hinteren Seite befindet sich der Kreuzbeinhöcker (tuberositas ossis sacri), an dem die Bänder befestigt sind.

Flügel des Kreuzbeins (ala ossis sacri)
Flügel des Kreuzbeins (ala ossis sacri)
Kreuzbeinhöcker (tuberositas ossis sacri)
Kreuzbeinhöcker (tuberositas ossis sacri)

Kommen wir nun zur Struktur der Steißbeinwirbel (vertebrae coccygeae). Ihre Anzahl ist nicht immer gleich (1–5, am häufigsten 3).

Wie auch beim Kreuzbein sind sie zu einem einzigen Knochen verschmolzen – dem Steißbein (os coccygis). Das Steißbein hat eine Basis (basis), eine Spitze (apex) sowie ein Horn (cornu coccygeum), das auf jeder Seite mit dem Kreuzbein gelenkig verbunden ist.

Steißbein (os coccygis)
Steißbein (os coccygis)
Terminologie

Die Besonderheiten von Kreuzbein und Steißbein

Kreuzbeinwirbel
vertebrae sacrales
Kreuzbein
os sacrum
Basis des Kreuzbeins
basis ossis sacri
seitlicher Abschnitt
pars lateralis
Spitze des Kreuzbeins
apex ossis sacri
Beckenfläche
facies pelvica
Dorsalseite
facies dorsalis
Vorgebirge
promontorium
querverlaufende Linien
lineae transversae
oberer Gelenkfortsatz
processus articularis superior
Obere Gelenkfläche
facies articularis superior
vordere Löcher des Kreuzbeins
foramina sacralia anteriora
hintere Löcher des Kreuzbeins
foramina sacralia posteriora
Wirbelloch
foramen vertebrale
Sakralkanal
canalis sacralis
Kreuzbeinöffnung
hiatus sacralis
Horn des Kreuzbeins
cornu sacrale
medianer Kreuzbeinkamm
crista sacralis mediana
mittlerer Kreuzbeinkamm
crista sacralis medialis
seitlicher Kreuzbeinkamm
crista sacralis lateralis
Ohrmuschelfläche
facies auricularis
Flügel des Kreuzbeins
ala ossis sacri
Kreuzbeinhöcker
tuberositas ossis sacri
Steißbeinwirbel
vertebrae coccygeae
Steißbein
os coccygis
Horn des Steißbeins
cornu coccygeum
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